»Mord verändert alles.«

 

Tana French – Autorin von GRABESGRÜN, TOTENGLEICH, STERBENSKALT,SCHATTENSTILL, GEHEIMER ORT und GEFRORENER SCHREI

»Sie ist eine der besten Kriminal-Autorinnen der Welt«, sagt die ›Washington Post‹ über die irische Schriftstellerin Tana French. Ihre tiefgründigen, hochspannenden Romane um verschiedene Ermittler der Dubliner Mordkommission finden sich regelmäßig auf den internationalen Bestsellerlisten. Tana French wuchs in Irland, Italien und Malawi auf und lebt seit 1990 in Dublin. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Trinity College und arbeitete für Theater, Film und Fernsehen. In ihren Kriminalromanen, für die Tana French vielfach ausgezeichnet wurde, schaut sie tief in die Seelen von eng miteinander verstrickten Tätern, Opfern und Ermittlern. Mit ihrer eindrücklichen, präzisen und poetischen Sprache zeichnet die Autorin dabei markante Porträts der modernen irischen Gesellschaft. Tana French lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im nördlichen Teil von Dublin.

Über ihre Kriminalromane sagt Tana French:
»Mord verändert alles. Es bringt das Leben auf einen gnadenlosen, hochintensiven Punkt – die hellen wie die dunklen Seiten, seine zerbrechliche Schönheit und alle Sehnsucht, die nie erfüllt werden kann. Wenn ich über Mord schreibe, habe ich die Verantwortung zu zeigen, wie gewaltig und alles umgestaltend dieses Verbrechen sich auswirkt.«

Interview

Interview mit Tana French , 12.08.2009

»In meinen Büchern ist die Wahrheit wie eine eigene Hauptfigur.«

Im Roman ›Totengleich‹ geht es um ein Verwirrspiel mit dem Selbstbild. Krimiautorin Tana French über die Suche der Künstler nach Wahrheit, die Rolle Irlands und seiner Geschichte in ihrem Buch und die Bedeutung ihrer Schauspielausbildung für ihre literarische Arbeit.

db-mobil: In ›Totengleich‹ muss eine Ermittlerin den Mörder ihrer eigenen Doppelgängerin finden. Woher kam die Idee?

Tana French: Es begann bei einem Gespräch mit Freunden im Pub – so wie in Dublin eigentlich alles bei einem Gespräch im Pub beginnt … Wir redeten über die Theorie, dass jeder Mensch irgendwo ein Double hat. Wir fragten uns, wie es wohl wäre, seinem Double zu begegnen. Hätte man Gemeinsamkeiten,

abgesehen von den äußeren Ähnlichkeiten? Würde es die eigene Identität ins Wanken bringen, gerade wenn man im Moment der Begegnung vielleicht psychisch nicht so stabil wäre? Aus dieser Grundidee entstand ›Totengleich‹: Die Polizistin Cassie Maddox kommt zu einem Tatort und findet ein Mordopfer vor, das ihr nicht nur bis aufs Haar gleicht, sondern auch noch ihre alte Undercover-Identität benutzt hat – Lexie Madison. Cassie muss in Lexies Haut und Leben schlüpfen, um den Mörder aus seinem Versteck zu locken.

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Literaturpreise und Auszeichnungen

  • Edgar Allan Poe Award for Best First Novel 2008
  • Anthony Award for Best First Novel 2008
  • Macvity Award for Best First Mystery 2008
  • Barry Award for Best First Novel 2008
  • Irish Book Awards: Newcomer Of the Year 2008
  • IVCA Clarion Award for Best Fiction 2007